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Es ist dunkel. Es ist kalt. Und es regnet. In der Stadt regnet es immer.
Ich stehe an der Bushaltestelle, den Kopf gegen die Plexiglasscheibe gelehnt. Teilnahmslos. Von oben tropft mir Wasser in den Jackenkragen. Draußen fahren Autos vorbei. Verschwommene Schemen im Scheinwerferlicht. Ein paar Menschen überqueren die Straße, gehen an mir vorüber. Jemand sieht mich an, lächelt. Ich weiß nicht warum, lächle zurück. Das Gesicht habe ich im selben Moment wieder vergessen. Ich klebe es zu den anderen, eine Galerie ovaler Rahmen.

Im Bus herrscht dreckiggrünes Funzellicht, in meinem Kopf rotieren Formeln und Zahlen. Ich mag sie nicht.
Ich sehe aus dem Fenster, manchmal erkennt man einzelne Häuser. Die Welt sieht nicht schön aus. Sie sieht dreckig aus. Dreckig, unordentlich und nass. Ich mache die Augen zu, bin müde. War ein langer Tag. Der Bus hält, die Türe geht auf und ein Geruch weckt mich aus meiner Teilnahmslosigkeit. Schnee. Es hat geschneit. Und irgendwie riecht es nach Weihnachten.

Morgiana am 14.11.07 20:08

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